Argumente

Die Gesundheitskommission des Nationalrats  hat die lang ersehnte Vernehmlassung zur Einführung der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen eröffnet. Die Einführung von EFAS ist überfällig, denn das heutige Finanzierungssystem hat zu viele Fehlanreize. Die einheitliche Finanzierung schafft echte Anreize zur Effizienzsteigerung und realisiert Sparpotenziale bei besserer Versorgungsqualität. EFAS ist daher eine der wichtigsten und grundlegenden Reformen unseres Gesundheitswesens. Erfahren  Sie hier mehr zu den aktuellen Fehlanreize im System und lesen Sie, welche Vorteile EFAS mit sich bringt.

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«Mit EFAS werden integrierte Versorgungsmodelle noch attraktiver, weil sie die durch die qualitativ bessere Versorgung ermöglichte Einsparung zu 100 % an die Versicherten weitergeben können. Dadurch würde die Nachfrage nach innovativen Ärztenetzen und Versicherungsprodukten erhöht und der Preis- und Qualitätswettbewerb bei den integrierten Versicherungsmodellen angekurbelt.»

Pius Zängerle
Direktor curafutura

«Die Fehlanreize der aktuell ungleichen Finan­zierung ambulanter und stationärer Leistungen verhindert Einsparungen. EFAS fördert die Verlagerung der Leistungserbringung vom stationären in den kostengünstigeren ambulanten Bereich und stellt sicher, dass diese nicht zulasten der Prämienzahlenden stattfindet.»

Babette Sigg
Präsidentin Schweizerisches Konsumentenforum kf

«EFAS verschiebt nicht einfach Kosten, sondern setzt bei der Wurzel des Problems der heutigen ungleichen Finanzierung von OKP-Leistungen an: Mit EFAS wird ein grosser Fehlanreiz im System eliminiert und die Voraussetzung geschaffen, um das Gesundheitswesen in Richtung mehr Wirtschaftlichkeit und Qualität zu entwickeln.»

Ernst Niemack
Geschäftsführer Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz vips

«Die unterschiedliche Finanzierung ambulant-stationär behindert das Denken in Behandlungsketten. EFAS verleiht der Integrierten Versorgung zusätzlichen Schub, indem sie die Koordination zwischen allen Beteiligten – Leistungserbringer, Patienten, Versicherer – erleichtert. Dies erhöht die Qualität und den Outcome, besonders bei der wichtigsten Patientengruppe der Zukunft: betagte, chronisch und mehrfach kranke Menschen.»

PD Dr. med. Peter Berchtold
Präsident fmc Schweizer Forum für Integrierte Versorgung

«Der Entscheid über eine Behandlung sollte aus medizinischer und patientenorientierter Sicht getroffen werden und nicht von finanziellen Fehlanreizen beeinflusst sein. Dazu trägt EFAS bei.»

Dr. med. Josef E. Brandenberg
Präsident Dachverband von 21 chirurgisch und invasiv tätiger Fachgesellschaften FMCH

«Die einheitliche Finanzierung dämpft den Prämienanstieg, der durch die Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich entsteht.»

Dr. med. Jürg Schlup
Präsident FMH

«Mit der Finanzierung aus einer Hand erhalten die Patienten die qualitativ beste Behandlung und es werden gleichzeitig Anreize zum effizienten Einsatz der Mittel gesetzt.»

Dr. René Buholzer
Geschäftsführer interpharma

«Mit der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) werden Fehlanreize eliminiert und die integrierte Versorgung gestärkt.»

Fabian Vaucher
Geschäftsführender Präsident pharmaSuisse, Schweizerischer Apothekerverband

«Ambulant vor stationär ist gesamtwirtschaftlich sinnvoll, belastet aber ohne EFAS die Prämienzahlenden unverhältnismässig. Eine einheitliche Finanzierung wird für eine Kostendämpfung im Gesundheitssystem sorgen. Sie ist deshalb konsequent.»

Damian Müller
Präsident Forum Gesundheit Schweiz, Ständerat LU

«Die einheitliche Finanzierung liegt im Interesse der Patientinnen und Patienten und der Prämienzahlenden. Denn EFAS dämpft den Prämienanstieg, der durch die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich entsteht. Mit EFAS würden alle gleichermassen von den Kantonsbeiträgen profitieren – unabhängig davon, ob sie ambulant oder stationär behandelt werden.»

Barbara Züst
Geschäftsführerin Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz

«Die heutige ungleiche Finanzierung stellt einen finanziellen Fehlanreiz dar. Solange eine ambulant durch-geführte Operation und Behandlung mehr kostet als 45% der Kosten einer medizinisch gleichwertigen stationären Leistung, besteht für Patientinnen und Patienten wenig Anreiz, die unter «Kostenwahrheit» günstigere ambulante Leistung durchzuführen. Mit EFAS wird dieser finanzielle Fehlanreiz eliminiert.»

Doris Fischer-Taeschler
Vizepräsidentin GELIKO Schweizerische Gesundheitsligen-Konferenz

«Es braucht systematische Reformen, keine Pflästerlipolitik. Wir benötigen ein System in dem die aus Sicht des Patienten beste Behandlungsart gewählt wird. EFAS eliminiert die heutigen finanziellen Fehlanreize und bewirkt mehr Effizienz und Qualität im System – ohne dass Rationierungsmassnahmen zum Nachteil der Patienten nötig sind.»

Prof. Robert Leu
Präsident Bündnis Freiheitliches Gesundheitswesen

«Wichtig für die Belegärztinnen und -ärzte ist, dass durch die Einführung von EFAS für ambulante Eingriffe pauschale Entgelte analog stationär verhandelt werden können. Dies vermeidet die jetzt bestehenden falschen Anreize und wirkt kostendämpfend. Die heutige ungleiche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen verursacht unnötigen administrativen Aufwand. Mit EFAS muss für stationäre Behandlungen nur noch eine Rechnung gestellt und nur eine Kostengutsprache eingeholt werden. Damit wird der administrative Aufwand reduziert.»

Dr. med. Claude Müller
Präsident Schweizerische Belegärzte-Vereinigung SBV

«EFAS ist ein zentrales Element um das Ziel „ambulant vor stationär“ zu erreichen und somit die Gesundheitskosten wirksam und nachhaltig zu senken. EFAS fördert die koordinierte Versorgung in Hausarztmodellen, indem Versicherte in diesen alternativen Modellen bei einer gleichbleibend qualitativ hochstehenden Medizin viel direkter von den Kosteneinsparungen in Form von tieferen Prämien profitieren können.»

Christoph Lüssi
Sekretär von medswiss.net, dem Schweizer Dachverband der Ärztenetze

Integrierte Versorgung – vier Kurzgeschichten mit und ohne EFAS

Weil EFAS alternative Versicherungsmodelle noch attraktiver macht, verleiht sie der Integrierten Versorgung zusätzlichen Schub. Auch aus medizinischer Sicht ist die Stärkung der integrierten Versorgung wünschenswert. Denn die Versorgung ist qualitativ besser, weil Patientinnen und Patienten bedürfnisorientiert und noch gezielter behandelt werden und Spitalaufenthalte reduziert werden können. Lernen Sie Julia, David, Estelle und Jean kennen und erfahren Sie anhand ihrer Geschichten, wie EFAS wirkt.

Julia, 40 Jahre, Diabetikerin
Julia ist 40 Jahre alt und Diabetikerin. Sie ist bei einem Integrierten Versorgungsnetz versichert und damit sehr zufrieden. Als Diabetikerin wird sie nämlich so gut betreut, dass sie nur noch selten ins Spital muss.

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Ohne EFAS:
Da Julia in einem alternativen Versicherungsmodell versichert ist, kann sie zudem Krankenversicherungsprämien sparen. Das freut sie zusätzlich. Nun hat sie allerdings erfahren, dass die Prämie in ihrem Versicherungsmodell noch tiefer sein könnte. Warum? Das liegt daran, dass mit den Steuergeldern der Kantone nur stationäre Leistungen mitfinanziert werden, nicht aber ambulante. Julia wäre froh, wenn sich die gute Qualität ihrer medizinischen Betreuung und die dadurch eingesparten Spitalkosten vollständig in der Prämie ihres Versicherungsmodells widerspiegeln würden. Julia ist nämlich auf einen zentralen Fehlanreiz unseres Gesundheitssystems gestossen: die unterschiedliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen. Ambulante Behandlungen sind zu 100 % prämienfinanziert, stationäre aber zu 55 % steuer- und zu 45 % prämienfinanziert.

Mit EFAS:
Julia bleibt auch nach der Einführung der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) bei demselben Integrierten Versorgungsnetz versichert und profitiert nun von noch höheren Prämienrabatten. Das ist möglich, weil die einheitliche Finanzierung aller OKP-Leistungen den heute bestehenden finanziellen Fehlanreiz beseitigt und auch ambulante Leistungen mit Steuergeldern mitfinanziert werden. Mit EFAS wird damit das grosse Potential der Integrierten Versorgung deutlich besser ausgeschöpft, da die eingesparten Kosten vollumfänglich als Prämienrabatte an die Versicherten weitergegeben werden und diese guten Modelle zusätzlich attraktiv macht. Julia hat zudem aus einer Studie des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich und der Helsana aus dem Jahr 2016 weiteres über die Bedeutung der Integrierten Versorgung erfahren. So hat sie gelesen, dass Diabetiker und Herzpatienten in Hausarztmodellen seltener ins Spital müssen als Standardversicherte mit den gleichen Krankheiten. Die Unterschiede liegen bei 8 bis 13 %. Das dämpft die Kosten im ganzen Gesundheitssystem. Julia wünscht sich, dass die einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen bald eingeführt wird, weil sie weiss, dass EFAS eine positive Dynamik in das Gesundheitswesen bringt und die Gesundheitskosten gedämpft werden können.

David, 55 Jahre, COPD-Patient
David ist 55-jährig und leidet seit einigen Jahren unter COPD, einer chronischen Erkrankung der unteren Atemwege. COPD wird oft auch als Raucherhusten bezeichnet und ist nicht heilbar. Die Krankheit kann durch gute Betreuung jedoch im Verlauf gebremst werden.

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Ohne EFAS:
Nach seiner Diagnose hat David das Rauchen aufgegeben, treibt nun mehrmals in der Woche Sport und kann dank eines Selbstmanagement-Coachings der Lungenliga unterdessen besser mit seiner Krankheit umgehen. Im Rahmen seiner Therapie hat David regelmässig mit verschiedenen Ärzten und medizinischen Fachpersonen zu tun. Eine qualitativ hochstehende, koordinierte Versorgung ist ihm deshalb besonders wichtig. Das heisst, er wünscht sich, dass sich die behandelnden Ärzte und medizinischen Fachpersonen austauschen und gezielt zusammenarbeiten. Um das zu gewährleisten, hat er sich für ein Integriertes Ärztenetzwerk entschieden und in seiner Krankenversicherung in das entsprechende alternative Modell gewechselt. David fühlt sich so sehr gut aufgehoben. Darüber hinaus spart er 15 % Prämien, da seine Krankenversicherung auf dieses Versicherungsmodell Rabatte gewährt. Durch die frühzeitige Erkennung der Lungenkrankheit und durch die konsequente Umsetzung der empfohlenen Massnahmen konnte der Krankheitsverlauf verlangsamt werden. Seine Behandlungen erfolgen allesamt ambulant. Eine Operation verbunden mit einem längeren Spitalaufenthalt und Rehabilitation konnte so bislang erfolgreich verhindert werden. David hat gehört, dass ambulante Behandlungen in der Regel kostengünstiger sind, aber anders finanziert werden als stationäre Leistungen. Eine Verschiebung vom stationären in den ambulanten Bereich ist darum gesamtwirtschaftlich sinnvoll, findet auch David. Aber müsste sich diese Entwicklung nicht noch deutlicher in der Prämie seines Versicherungsmodells niederschlagen? Dank des technologischen Fortschritts können zwar heute viele Leistungen ambulant, das heisst ohne Übernachtung im Spital, durchgeführt werden – auch bei chronisch kranken Menschen wie David. Beim Trend «ambulant vor stationär» hinkt die Schweiz jedoch international deutlich hinterher. Das liegt unter anderem daran, dass die ungleiche Finanzierung einen finanziellen Fehlanreiz in unserem Gesundheitssystem setzt. Während ambulante Behandlungen zu 100 % über Krankenversicherungsprämien finanziert werden müssen, werden stationäre Leistungen zu 55 % steuer- und nur zu 45 % prämienfinanziert. David ist klar, dass die Krankenversicherer als Vertreter der Prämienzahler kein grosses Interesse an Prämiensteigerungen haben. Dies ist aber der Fall, solange eine ambulant durchgeführte Operation mehr kostet als 45 % der Kosten einer medizinisch gleichwertigen stationären Durchführung. Die volkswirtschaftlich sinnvolle Verschiebung von stationären zu ambulanten Leistungen ohne einheitliche Finanzierung aller OKP-Leistungen würde die Prämien steigen lassen.

Mit EFAS:
David bleibt auch nach der Einführung der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) bei demselben Integrierten Versorgungsnetz versichert und profitiert in seinem Versicherungsmodell nun von noch tieferen Prämien. Denn mit EFAS erhalten alle Leistungen einen gleichen Steueranteil. Die finanziellen Fehlanreize für Kantone und Versicherer fallen so weg. Darum werden – wo medizinisch sinnvoll – mehr Behandlungen im kostengünstigeren ambulanten Bereich durchgeführt. Das dämpft die Kosten im Gesundheitswesen. Damit hilft EFAS das grosse Potential der Integrierten Versorgung deutlich besser auszuschöpfen. Da die Behandlungsketten mit Integrierter Versorgung besser koordiniert werden und tiefere Kosten entstehen, können die Versicherer in den alternativen Modellen die Prämienrabatte erhöhen. Damit würden diese Versicherungsmodelle noch attraktiver. Weil so die Nachfrage nach innovativen Ärztenetzen und Versicherungsprodukten steigen würde, könnten die Versicherer zudem stärker in Versicherungsmodelle der Integrierten Versorgung investieren. EFAS steigert nämlich den Qualitäts- und Preiswettbewerb im Markt der alternativen Versicherungsmodelle. Die verbindlichen Modelle der Integrierten Versorgung mit besserer Effizienz und mehr Rabatten würden sich durchsetzen, die anderen blieben auf der Strecke. Das alles freut David. Denn er weiss, dass die Integrierte Versorgung zu tieferen Kosten und besserer Qualität bei der Behandlung von chronisch Kranken beiträgt. Durch sie können unnötige stationäre Behandlungen vermieden und Kosten eingespart werden. David wünscht sich, dass EFAS bald eingeführt wird, weil EFAS eine positive Dynamik in das Gesundheitswesen bringt und die Gesundheitskosten gedämpft werden können.

David, 55 Jahre, COPD-Patient
David ist 55-jährig und leidet seit einigen Jahren unter COPD, einer chronischen Erkrankung der unteren Atemwege. COPD wird oft auch als Raucherhusten bezeichnet und ist nicht heilbar. Die Krankheit kann durch gute Betreuung jedoch im Verlauf gebremst werden.

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Ohne EFAS:
Nach seiner Diagnose hat David das Rauchen aufgegeben, treibt nun mehrmals in der Woche Sport und kann dank eines Selbstmanagement-Coachings der Lungenliga unterdessen besser mit seiner Krankheit umgehen. Im Rahmen seiner Therapie hat David regelmässig mit verschiedenen Ärzten und medizinischen Fachpersonen zu tun. Eine qualitativ hochstehende, koordinierte Versorgung ist ihm deshalb besonders wichtig. Das heisst, er wünscht sich, dass sich die behandelnden Ärzte und medizinischen Fachpersonen austauschen und gezielt zusammenarbeiten. Um das zu gewährleisten, hat er sich für ein Integriertes Ärztenetzwerk entschieden und in seiner Krankenversicherung in das entsprechende alternative Modell gewechselt. David fühlt sich so sehr gut aufgehoben. Darüber hinaus spart er 15 % Prämien, da seine Krankenversicherung auf dieses Versicherungsmodell Rabatte gewährt. Durch die frühzeitige Erkennung der Lungenkrankheit und durch die konsequente Umsetzung der empfohlenen Massnahmen konnte der Krankheitsverlauf verlangsamt werden. Seine Behandlungen erfolgen allesamt ambulant. Eine Operation verbunden mit einem längeren Spitalaufenthalt und Rehabilitation konnte so bislang erfolgreich verhindert werden. David hat gehört, dass ambulante Behandlungen in der Regel kostengünstiger sind, aber anders finanziert werden als stationäre Leistungen. Eine Verschiebung vom stationären in den ambulanten Bereich ist darum gesamtwirtschaftlich sinnvoll, findet auch David. Aber müsste sich diese Entwicklung nicht noch deutlicher in der Prämie seines Versicherungsmodells niederschlagen? Dank des technologischen Fortschritts können zwar heute viele Leistungen ambulant, das heisst ohne Übernachtung im Spital, durchgeführt werden – auch bei chronisch kranken Menschen wie David. Beim Trend «ambulant vor stationär» hinkt die Schweiz jedoch international deutlich hinterher. Das liegt unter anderem daran, dass die ungleiche Finanzierung einen finanziellen Fehlanreiz in unserem Gesundheitssystem setzt. Während ambulante Behandlungen zu 100 % über Krankenversicherungsprämien finanziert werden müssen, werden stationäre Leistungen zu 55 % steuer- und nur zu 45 % prämienfinanziert. David ist klar, dass die Krankenversicherer als Vertreter der Prämienzahler kein grosses Interesse an Prämiensteigerungen haben. Dies ist aber der Fall, solange eine ambulant durchgeführte Operation mehr kostet als 45 % der Kosten einer medizinisch gleichwertigen stationären Durchführung. Die volkswirtschaftlich sinnvolle Verschiebung von stationären zu ambulanten Leistungen ohne einheitliche Finanzierung aller OKP-Leistungen würde die Prämien steigen lassen.

Mit EFAS:
David bleibt auch nach der Einführung der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) bei demselben Integrierten Versorgungsnetz versichert und profitiert in seinem Versicherungsmodell nun von noch tieferen Prämien. Denn mit EFAS erhalten alle Leistungen einen gleichen Steueranteil. Die finanziellen Fehlanreize für Kantone und Versicherer fallen so weg. Darum werden – wo medizinisch sinnvoll – mehr Behandlungen im kostengünstigeren ambulanten Bereich durchgeführt. Das dämpft die Kosten im Gesundheitswesen. Damit hilft EFAS das grosse Potential der Integrierten Versorgung deutlich besser auszuschöpfen. Da die Behandlungsketten mit Integrierter Versorgung besser koordiniert werden und tiefere Kosten entstehen, können die Versicherer in den alternativen Modellen die Prämienrabatte erhöhen. Damit würden diese Versicherungsmodelle noch attraktiver. Weil so die Nachfrage nach innovativen Ärztenetzen und Versicherungsprodukten steigen würde, könnten die Versicherer zudem stärker in Versicherungsmodelle der Integrierten Versorgung investieren. EFAS steigert nämlich den Qualitäts- und Preiswettbewerb im Markt der alternativen Versicherungsmodelle. Die verbindlichen Modelle der Integrierten Versorgung mit besserer Effizienz und mehr Rabatten würden sich durchsetzen, die anderen blieben auf der Strecke. Das alles freut David. Denn er weiss, dass die Integrierte Versorgung zu tieferen Kosten und besserer Qualität bei der Behandlung von chronisch Kranken beiträgt. Durch sie können unnötige stationäre Behandlungen vermieden und Kosten eingespart werden. David wünscht sich, dass EFAS bald eingeführt wird, weil EFAS eine positive Dynamik in das Gesundheitswesen bringt und die Gesundheitskosten gedämpft werden können.

Estelle, 27 Jahre, Sportlehrerin
Estelle ist gerade 27 Jahre alt geworden und studiert an der Universität Zürich Wirtschaftswissenschaften. Da sie gesund ist und selten ärztliche Behandlung braucht, hat sie sich entschieden, sich in einem HMO-Modell versichern zu lassen. Im Gegenzug profitiert sie in diesem Versicherungsmodell von einer tieferen Prämie im Vergleich zum Standard-Modell.

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Ohne EFAS:
Mit dem HMO-Modell verpflichtet sich Estelle, im Krankheitsfall immer zuerst eine bestimmte HMO-Praxis aufzusuchen, also eine Gruppenpraxis, in der neben Allgemeinärzten meist auch Fachärzte sowie Therapeuten diverser Fachrichtungen tätig sind. Im Gegenzug profitiert sie in diesem Versicherungsmodell von einer tieferen Prämie im Vergleich zum Standard-Modell. Nun hat der Arzt bei ihr vor Kurzem ein Karpaltunnelsyndrom, eine Einengung des Handmittelnervs, diagnostiziert. Sie muss sich das erste Mal in ihrem Leben unter das Messer begeben. Glücklicherweise kann die Operation ambulant erfolgen. Das heisst, sie muss nicht über Nacht im Spital bleiben. Das sei auch kostengünstiger, versichert ihr der Arzt, und erklärt, dass aufgrund des medizinischen Fortschritts heute bereits viele Eingriffe ambulant erfolgen können, die früher stationär durchgeführt werden mussten. Estelle findet das spannend und überlegt, ob sich solche Einsparungen im Gesamtsystem auch in den Prämien wiederspiegeln. Als sie realisiert, dass die Prämien in ihrem Versicherungsmodell tiefer sein könnten, ist sie irritiert. Estelle ist einem zentralen Fehlanreiz in unserem Gesundheitssystem auf der Spur. Denn zum einen steigen mit der vermehrten Verschiebung Leistungen vom stationären in den kostengünstigeren ambulanten Bereich die Prämien für Versicherte. Während stationäre Leistungen zu 55 % von den Kantonen und zu 45 % von den Krankenversicherern getragen werden, werden ambulante Behandlungen nämlich zu 100 % über Prämien finanziert. Zum anderen profitieren heute vor allem Versicherte in einem Standard-Versicherungsmodell, wenn sie eine stationäre Behandlung benötigen. Denn diese Versichertengruppe weist einen überdurchschnittlich hohen Anteil an stationären Behandlungen auf. Die Höhe des Kantonsbeitrags ist darum je nach Versicherungsmodell unterschiedlich hoch. In erster Linie profitieren die Kantone und nicht Prämienzahlende, wenn es weniger Spitalaufenthalte gibt. Da die Kantone den Grossteil der entsprechenden Kosten (55 %) übernehmen, verbilligen sie de facto die Prämien dieser Versicherten. Für Estelle heisst das: Sie hat ihre Prämie bereits soweit optimiert, wie es für sie heute möglich ist. Eine tiefere Prämie, die den effektiven Kosten besser entspricht, ist im aktuellen System nicht möglich.

Mit EFAS:
Die Lösung von Estelles Problem liegt in der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen. So würde der finanzielle Fehlanreiz beseitigt und das Gesundheitssystem könnte sich in Richtung mehr Effizienz und Qualität weiterentwickeln. Mit EFAS wären nämlich für den Kantonsbeitrag die durchschnittlichen Leistungskosten über alle Versicherungsmodelle massgebend. Das heisst, die Versicherer können Einsparungen im Rahmen von höheren Prämienrabatten 1:1 an die Versicherten weitergeben. Mit EFAS kommt der Kantonsanteil allen Versicherten zugute und nicht primär denjenigen Versicherten in Modellen, die besonders viele stationäre Aufenthalte haben. Neu verbilligen die Kantone also die Prämien aller Versicherten – unabhängig davon, ob die Behandlung ambulant oder stationär erfolgt.
Die Versicherer können mit EFAS höhere Prämienrabatte an die Versicherten in einem HMO-Modell weitergeben, als dies heute möglich ist. Mit EFAS sind in einem alternativen Versicherungsmodell Prämienrabatte von 25 bis 30 % möglich. Die Differenz der Prämien zwischen den Standard-Versicherungsmodellen und den Modellen der Integrierten Versorgung wird dadurch zunehmen. Die Versicherten erhalten so den Anreiz, in ein solches Modell zu wählen. Das verleiht der Integrierten Versorgung zusätzlichen Schub. Estelle wünscht sich, dass EFAS bald eingeführt wird, weil EFAS zu mehr Kostenwahrheit, Fairness und Transparenz der Prämien unter den einzelnen Versicherungsmodellen führt.

Jean, 68 Jahre, Rentner
Jean ist 68 Jahre alt und passionierter Berggänger. Er ist seit über fünfzehn Jahren in einem Listenmodell versichert. Das heisst, er hat mit seiner Krankenversicherung vereinbart, welche Ärzte er als erste Ansprechpartner bei Gesundheitsproblemen wählen kann. Jean fühlt sich kerngesund. Als Rentner bereiten ihm allerdings die kontinuierlich steigenden Prämien Sorgen.

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Ohne EFAS:
Jean erkundigt sich bei seiner Krankenversicherung, ob es eine Möglichkeit gäbe, die monatlichen Prämien zu senken. Er erfährt, dass er mit einem Wechsel in ein Versicherungsmodell mit Integriertem Versorgungsnetzwerk mit Budgetverantwortung bei seiner Prämie 10 % im Vergleich zu seinem aktuellen Modell einsparen könnte. Jean zögert. Er hat Bedenken, dass er mit diesem neuen Modell dieselbe, qualitativ hochstehende Behandlung erhält wie bisher und fragt sich, ob die Einsparung von 10 % den Wechsel rechtfertigt. Er unternimmt vorerst nichts. Einige Wochen später nach der Besteigung eines Viertausenders plagt ihn am Morgen früh ein stechender Schmerz unterhalb der Ferse. Dieser hatte sich bereits seit mehreren Monaten zwischendurch bemerkbar gemacht, verschwand jedoch bislang nach einigen Tagen immer wieder. Nun aber kann Jean kaum mehr auf seinem Fuss auftreten. Leider wurde sein langjähriger Hausarzt vor einem halben Jahr pensioniert. Ein Wechsel steht an. Aus diesem Grund springt er über seinen Schatten und meldet sich bei dem Ärztezentrum an, das ihm sein Versicherer empfohlen hat. Die Praxis liegt ganz in der Nähe seiner Wohnung. Die Ärztin diagnostiziert Fersensporn. Das hat ihm gerade noch gefehlt. Von einem guten Freund weiss er, wie langwierig eine solche Behandlung sein kann. Die Ärztin macht ihm Mut: Normalerweise ist eine konservative Behandlung ausreichend. Das heisst: Der Fuss muss primär geschont werden. Dabei helfen unter anderem die richtigen Schuhe und Fersenkissen. Darüber hinaus verschreibt die Ärztin Jean eine Physiotherapie und überweist ihn direkt an einen Kollegen. Erfreut stellt Jean fest, dass der Physiotherapeut bereits heute Zeit für ihn hat und seine Praxisräumlichkeiten darüber hinaus im gleichen Gebäude liegen. Nach einigen Wochen konsequenter Therapie, welche durch die Ärztin und den Physiotherapeuten begleitet werden, ist Jean wieder schmerzfrei. Er ist überrascht, wie gut die Behandlung im Ärztezentrum war – fast noch besser als früher bei seinem Hausarzt. Er entscheidet sich deshalb, das Versicherungsmodell nun doch zu wechseln und so von 10 % Prämienrabatt zu profitieren. Was Jean nicht weiss, ist, dass seine Prämie mit einer einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen noch tiefer wäre.

Mit EFAS:
Nach der Einführung der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) ist Jean erstaunt, dass er als Versicherter in einem Integrierten Versorgungsnetzwerk mit Budgetverantwortung nun von einer noch tieferen Prämie profitieren kann. Denn mit EFAS sind für den Kantonsbeitrag die durchschnittlichen Leistungskosten über alle Versicherungsmodelle massgebend. Das heisst, die Versicherer können Einsparungen im Rahmen von höheren Prämienrabatten 1:1 an die Versicherten weitergeben. Mit EFAS würde zudem das grosse Potential der Integrierten Versorgung deutlich besser ausgeschöpft. Denn so verbilligen die Kantone die Prämien aller Versicherten gleichermassen – unabhängig davon, ob die Behandlung ambulant oder stationär erfolgt. Das führt zu mehr Kostenwahrheit und Transparenz der Prämien der einzelnen Versicherungsmodelle. Alternative Versicherungsmodelle erfreuen sich mittlerweile grosser und stetig steigender Beliebtheit. Inzwischen sind über 60 % der Bevölkerung in einem Gatekeeping-Modell versichert. 20 % sind wie Jean bei einem Integrierten Versorgungsnetzwerk mit Budgetverantwortung versichert. Diese Versicherten verzichten freiwillig auf die freie Arztwahl und profitieren im Gegenzug von Prämienrabatten. Der «Verzicht» auf die freie Arztwahl ist jedoch keine Einschränkung, sondern vielmehr Garant für eine vertrauensvolle Arzt-Patientenbeziehung, bei der die Qualität und die nachhaltige Betreuung im Fokus steht. Anfänglich noch etwas misstrauisch, ist nun auch Jean voll und ganz von seinem Entscheid für ein Integriertes Versorgungsnetzwerk überzeugt. Er fühlt sich rundum gut betreut und ist begeistert, dass er im Vergleich zum Standard-Modell fast 30 % sparen kann. Mit EFAS nimmt die Differenz der Prämien zwischen den Standard-Versicherungsmodellen und den Modellen der Integrierten Versorgung zu. Dadurch erhalten die Versicherten den Anreiz, in ein solches Modell zu wechseln. Das verleiht der kostengünstigeren Integrierten Versorgung zusätzlichen Schub. Jean wünscht sich, dass EFAS bald eingeführt wird, weil so eine positive Dynamik in das Gesundheitswesen kommt und die Gesundheitskosten gedämpft werden können.

Jean, 68 Jahre, Rentner
Jean ist 68 Jahre alt und passionierter Berggänger. Er ist seit über fünfzehn Jahren in einem Listenmodell versichert. Das heisst, er hat mit seiner Krankenversicherung vereinbart, welche Ärzte er als erste Ansprechpartner bei Gesundheitsproblemen wählen kann. Jean fühlt sich kerngesund. Als Rentner bereiten ihm allerdings die kontinuierlich steigenden Prämien Sorgen.

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Ohne EFAS:
Jean erkundigt sich bei seiner Krankenversicherung, ob es eine Möglichkeit gäbe, die monatlichen Prämien zu senken. Er erfährt, dass er mit einem Wechsel in ein Versicherungsmodell mit Integriertem Versorgungsnetzwerk mit Budgetverantwortung bei seiner Prämie 10 % im Vergleich zu seinem aktuellen Modell einsparen könnte. Jean zögert. Er hat Bedenken, dass er mit diesem neuen Modell dieselbe, qualitativ hochstehende Behandlung erhält wie bisher und fragt sich, ob die Einsparung von 10 % den Wechsel rechtfertigt. Er unternimmt vorerst nichts. Einige Wochen später nach der Besteigung eines Viertausenders plagt ihn am Morgen früh ein stechender Schmerz unterhalb der Ferse. Dieser hatte sich bereits seit mehreren Monaten zwischendurch bemerkbar gemacht, verschwand jedoch bislang nach einigen Tagen immer wieder. Nun aber kann Jean kaum mehr auf seinem Fuss auftreten. Leider wurde sein langjähriger Hausarzt vor einem halben Jahr pensioniert. Ein Wechsel steht an. Aus diesem Grund springt er über seinen Schatten und meldet sich bei dem Ärztezentrum an, das ihm sein Versicherer empfohlen hat. Die Praxis liegt ganz in der Nähe seiner Wohnung. Die Ärztin diagnostiziert Fersensporn. Das hat ihm gerade noch gefehlt. Von einem guten Freund weiss er, wie langwierig eine solche Behandlung sein kann. Die Ärztin macht ihm Mut: Normalerweise ist eine konservative Behandlung ausreichend. Das heisst: Der Fuss muss primär geschont werden. Dabei helfen unter anderem die richtigen Schuhe und Fersenkissen. Darüber hinaus verschreibt die Ärztin Jean eine Physiotherapie und überweist ihn direkt an einen Kollegen. Erfreut stellt Jean fest, dass der Physiotherapeut bereits heute Zeit für ihn hat und seine Praxisräumlichkeiten darüber hinaus im gleichen Gebäude liegen. Nach einigen Wochen konsequenter Therapie, welche durch die Ärztin und den Physiotherapeuten begleitet werden, ist Jean wieder schmerzfrei. Er ist überrascht, wie gut die Behandlung im Ärztezentrum war – fast noch besser als früher bei seinem Hausarzt. Er entscheidet sich deshalb, das Versicherungsmodell nun doch zu wechseln und so von 10 % Prämienrabatt zu profitieren. Was Jean nicht weiss, ist, dass seine Prämie mit einer einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen noch tiefer wäre.

Mit EFAS:
Nach der Einführung der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) ist Jean erstaunt, dass er als Versicherter in einem Integrierten Versorgungsnetzwerk mit Budgetverantwortung nun von einer noch tieferen Prämie profitieren kann. Denn mit EFAS sind für den Kantonsbeitrag die durchschnittlichen Leistungskosten über alle Versicherungsmodelle massgebend. Das heisst, die Versicherer können Einsparungen im Rahmen von höheren Prämienrabatten 1:1 an die Versicherten weitergeben. Mit EFAS würde zudem das grosse Potential der Integrierten Versorgung deutlich besser ausgeschöpft. Denn so verbilligen die Kantone die Prämien aller Versicherten gleichermassen – unabhängig davon, ob die Behandlung ambulant oder stationär erfolgt. Das führt zu mehr Kostenwahrheit und Transparenz der Prämien der einzelnen Versicherungsmodelle. Alternative Versicherungsmodelle erfreuen sich mittlerweile grosser und stetig steigender Beliebtheit. Inzwischen sind über 60 % der Bevölkerung in einem Gatekeeping-Modell versichert. 20 % sind wie Jean bei einem Integrierten Versorgungsnetzwerk mit Budgetverantwortung versichert. Diese Versicherten verzichten freiwillig auf die freie Arztwahl und profitieren im Gegenzug von Prämienrabatten. Der «Verzicht» auf die freie Arztwahl ist jedoch keine Einschränkung, sondern vielmehr Garant für eine vertrauensvolle Arzt-Patientenbeziehung, bei der die Qualität und die nachhaltige Betreuung im Fokus steht. Anfänglich noch etwas misstrauisch, ist nun auch Jean voll und ganz von seinem Entscheid für ein Integriertes Versorgungsnetzwerk überzeugt. Er fühlt sich rundum gut betreut und ist begeistert, dass er im Vergleich zum Standard-Modell fast 30 % sparen kann. Mit EFAS nimmt die Differenz der Prämien zwischen den Standard-Versicherungsmodellen und den Modellen der Integrierten Versorgung zu. Dadurch erhalten die Versicherten den Anreiz, in ein solches Modell zu wechseln. Das verleiht der kostengünstigeren Integrierten Versorgung zusätzlichen Schub. Jean wünscht sich, dass EFAS bald eingeführt wird, weil so eine positive Dynamik in das Gesundheitswesen kommt und die Gesundheitskosten gedämpft werden können.